BWI Ausgabe 01/2026

Kooperationspartner des Verband Wohneigentum BWIBAUEN | WOHNEN | IMMOBILIEN DAS LEITMAGAZIN RUND UM DIE IMMOBILIE IN NIEDERSACHSEN BADTRENDS 2026 Interior Design, neue Farben und Materialien halten Einzug in unseren allerliebsten Rückzugsort FÖRDERUNGEN Förderlandschaft im Wandel: Wo sich Anträge aktuell lohnen WÄRMEPUMPEN Immer beliebter: Zentrale und individuelle Lösungen für Mehrfamilienhäuser Nr. 1 | Frühjahr 2026

Unser Tag der offenen Tür 10.04.2026 08.05.2026 um 15:00 Uhr ”Ein wahrer Ort der Selbstverwirklichung ist dort, wo Erfahrung auf Lebensfreude trifft – ein Zuhause, das nicht begrenzt, sondern beflügelt. www.eilenriedestift.de | 0511 540 40 | beratung@eilenriedestift.de

Foto: Redaktion www.mehrwertmakler.de EDITORIAL Liebe Leserinnen, liebe Leser! Mit der März-Ausgabe läuten wir offiziell die Saison ein, in der der Frühling zwar noch zögert, wir aber schon voller Tatendrang sind: Was möchten wir in unseren eigenen vier Wänden zuerst anpacken? Vielleicht das Bad, das 2026 zum persönlichen Spa avanciert? Zwischen Naturtönen, Sanftlicht und cleveren Raumlösungen zeigt sich: Die neue Badkultur will nicht nur funktional sein, sie will uns freundlich zulächeln – und das am besten schon vor dem ersten Kaffee (ab Seite 18). Wer hier eher an die energetische Zukunft denn an Duschvergnügen denkt, findet in unserer Förderübersicht viel Orientierung. Denn seien wir ehrlich: Kaum jemand hat Spaß daran, sich durch Programme und Formulare zu wühlen. Wir haben für Sie die regionalen Fördermittelgeber befragt. Was sie bieten, lesen Sie ab Seite 26. Auch die Wärmepumpe ist in dieser Ausgabe wieder ein großes Thema: Sie sorgt immer öfter für überraschend gute Lösungen – so beispielsweise in einem Mehrfamilienhaus in Vahrenwald, in dem jetzt eine zentrale Wärmepumpenanlage im Keller die Bewohner:innen bis zum Dachboden mit wohliger Wärme und Warmwasser versorgt. Wir zeigen, wo sich die Technik noch bewährt – und welche Missverständnisse man getrost im Keller lassen kann (  Seite 36). Mit Blick aus dem Fenster wird jetzt schnell klar: Der Garten erwacht aus dem Winterschlaf. Vielleicht haben Sie schon Pläne? Unsere beiden Gartenprofis Angela Maria Rudolf und Ellen Bielert liefern Ihnen wieder viele Ideen für mehr Grün, Struktur und Gemütlichkeit für Ihr grünes Zimmer (  Seite 50). Wir hoffen, Ihnen mit dieser Ausgabe wieder Inspiration und Orientierung zu bieten. Und vielleicht bringt diese Frühjahrsausgabe Sie ja dazu, ein Projekt anzugehen, das Sie schon lange vor sich herschieben?! Viel Spaß beim Lesen und einen guten Start in den Frühling! Herzlichst, Ihre Regine Krüger, Chefredakteurin

30 So gelingt der Weg ins Eigenheim Welche Förderchancen die NBank aktuell bietet 26 Sechs Millionen für die Energiewende proKlima 2026: Starkes Zeichen für den Klimaschutz In der aktuellen Ausgabe geht es um Badezimmertrends 2026, um Wärmepumpen und um neue Förderprogramme. Über diesen QR-Code gelangen Sie zur Online-Ausgabe. Kooperationspartner des Verband Wohneigentum BWIBAUEN | WOHNEN | IMMOBILIEN DAS LEITMAGAZIN RUND UM DIE IMMOBILIE IN NIEDERSACHSEN BADTRENDS 2026 Interior Design, neue Farben und Materialien halten Einzug in unseren allerliebsten Rückzugsort FÖRDERUNGEN Förderlandschaft im Wandel: Wo sich Anträge aktuell lohnen WÄRMEPUMPEN Immer beliebter: Zentrale und individuelle Lösungen für Mehrfamilienhäuser Nr. 1 | Frühjahr 2026 Titelfoto: Freepik 27 Kein Raum für häusliche Gewalt Unterstützung im Wohnumfeld stärken 28 So viel Geld gibt der Staat 2026 Fördermittel für Fenster, Türen und Fassaden 29 Die offene Küche als Lebensmittelpunkt So gelingt die Einrichtung 30 So gelingt der Weg ins Eigenheim Welche Förderchancen die NBank aktuell bietet 32 Upcycling at its best! Warum K3 auf den Dämmstoff Zellulose setzt 33 Wenn Förderung ins Leere läuft Ungeahnte Schwierigkeiten auf dem Weg zur Wärmepumpe ENERGIESPAREN 34 Bauen jenseits der Effizienz Nächste Generation CO2-neutraler Architektur 36 Ein Haus dreht sich auf links Vom Altbau zum Effizienzhaus: Wie ein Eigentümer die Wärmewende selbst in die Hand nahm WOHNEN 10 Der Kommentar: Krise im Wohnungsbau Wir brauchen jetzt einen Neustart, keinen Stillstand! 12 Zwischen Klimazielen und Bezahlbarkeit Herausforderungen für die Wohnungswirtschaft 16 Rund gedacht Neuer Mittelpunkt für 1930er-Jahre-Haus 18 Was kommt, was bleibt? Badezimmertrends 2026 22 So wird Ihr Bad zukunftsfähig Barrierefreiheit als Standard in der Badezimmerplanung 24 Alle Jahre wieder Wie man Schimmel vermeidet und richtig entfernt 26 Sechs Millionen Euro für die Energiewende proKlima 2026: Starkes Zeichen für den Klimaschutz 4 Inhaltsverzeichnis

18 Was kommt, was bleibt? Badezimmertrends 2026 54 Glasarchitektur als Schmuckstück Viktorianische Gewächshäuser: Historisches Erbe, moderne Funktionalität 56 Winter ade – der Frühling kommt Neue Tipps von Gartencoach Ellen Bielert OUTDOOR & GARTEN 50 Pflanzen rund um die Wärmepumpe Gartenberatung vom Verband Wohneigentum e.V. 52 Jetzt Terrasse & Möbel fit machen Richtige Pflege verlängert die Nutzung 54 Glasarchitektur als Schmuckstück im Garten Viktorianische Gewächshäuser: Historisches Erbe, moderne Funktionalität 56 Winter ade – der Frühling kommt Neue Tipps von Gartencoach Ellen Bielert MESSEN & AUSSTELLUNGEN 58 Wo die Branche Zukunft macht Real Estate Arena 2026: Innovation und Netzwerk 60 Das war die HausBlick 2026 Aktuelle Wohn- und Bauprojekte rund um Hannover 60 Drei gut gefüllte Messehallen Baumesse Göttingen 2026 62 Gute Stimmung, volle Beratungstische ABF und B.I.G.: Zuwachs und Investitionsbereitschaft 64 Kraft der Kälte KryoVital: Netzwerken im Zentrum für Kältetherapie 66 Impressum 39 Wärmepumpen-Absatz ist 2025 deutlich gestiegen Über 50 Prozent im Plus im Vergleich zu 2024 40 Klimafreundliches Heizen in Etagenwohnungen Hagen Energiesysteme und Gebäudetechnik: Neue Technik für Bestandsgebäude 42 Stromspar-Check erleichtert den Alltag AWO-Region Hannover 43 Schritt für Schritt in die Zukunft Buderus: Schrittweise klimaneutraler heizen 44 Wärmepumpen versus Verbrennerheizungen Der BWI-Rechtstipp 46 Effizienz im Doppelpack Wärmepumpe und PV sinnvoll kombinieren 48 Ältere Häuser rechtzeitig auf Schadstoffe untersuchen Expertentipp des Verbands Privater Bauherren e.V. 49 Klimafreundlich heizen im Altbau So lässt sich die Effizienz der Wärmepumpe steigern frühjahr 2026 5

Region Hannover Klimaschutzagentur feiert Jubiläum Seit 25 Jahren steht die Klimaschutzagentur Region Hannover für ein gemeinsames Versprechen: die Region fit für eine klimaneutrale Zukunft zu machen. Was 2001 als mutige Idee begann, ist heute eine starke Gemeinschaft aus Expert:innen, Partner:innen und engagierten Bürger:innen. Mit unabhängiger Beratung unterstützt die Agentur Hausbesitzende, Unternehmen und Kommunen dabei, ihre Energiezukunft aktiv zu gestalten. Gleichzeitig bringt sie Menschen zusammen, die an Klimaschutz glauben und ihn in ihrer Nachbarschaft, in Betrieben oder in der Verwaltung voranbringen wollen. Nach einem Vierteljahrhundert zeigt die Agentur eindrucksvoll, wie viel sich bewegen lässt, wenn eine Region Verantwortung übernimmt und zusammen anpackt. Die BWI-Redaktion gratuliert herzlich zum Jubiläum. www.klimaschutz-hannover.de 1,4 Millionen Wohnungen fehlen in Deutschland Wohnungsdefizit erreicht Rekordhoch Der Wohnungsmangel in Deutschland hat laut einer neuen Studie des Pestel- Instituts von Ende 2025 im Vorjahr einen Tiefststand von 1,4 Millionen fehlenden Wohnungen erreicht, und eine Entspannung ist nicht in Sicht. Gebaut werden jährlich etwa 200.000 Wohnungen, gebraucht würden jedoch über 400.000, was den Mangel zu einem wirtschaftlichen und sozialen Risikofaktor mache. Besonders betroffen sind junge Menschen bis 25 sowie ältere Menschen in Großstädten, die sich ihre Mieten nach dem Berufsleben oft nicht mehr leisten können. In NRW fehlen der Studie zufolge 376.000 Wohnungen, in Bayern 233.000, und bundesweit werden bis 2030 bis zu 2,4 Millionen neue Wohnungen benötigt. Der Osten steht etwas besser da, weil dort kommunale und genossenschaftliche Wohnungsunternehmen stärker vertreten sind. Das Bündnis Soziales Wohnen, Auftraggeberin der Studie, fordert einen Bund-Länder-Pakt und geht von einem Bedarf von zwei Millionen zusätzlichen Sozialwohnungen aus. www.mieterbund.de Foto: Freepik Foto: Freepik Verbesserte Bedingungen Förderprogramm „Jung kauft alt“ Seit Ende 2024 gibt es das KfW-Förderprogramm „Jung kauft Alt“. Es richtet sich an Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind und niedrigem bis mittlerem Einkommen. Für den Kauf einer Bestandsimmobilie mit schlechter Energieeffizienz (Klasse F, G oder H) bekommen Familien einen günstigen Kredit bei der KfW. Bedingung: Das Haus wird selbst bewohnt und in vier, fünf Jahren zum Effizienzhaus saniert. Die Kriterien wurden im Oktober 2025 angepasst: Seither ist nur noch die Effizienzhaus-Klasse 85 (EH 85) sowie eine Heizung auf Basis erneuerbarer Energien erforderlich. Außerdem wurden die Zinssätze gesenkt: So liegt der Sollzins bei einer Laufzeit von 35 Jahren und einer Zinsbindung von zehn Jahren nun bei 0,95 %. Der Kredit gilt nur für den Hauskauf, für die Sanierung stehen weitere günstige KfW-Kredite zur Verfügung. www.co2online.de Die neue Pestel-Studie zeigt: Trotz stark steigender Nachfrage entsteht nur etwa die Hälfte der benötigten Wohnungen – vor allem Ballungsräume geraten unter Druck. „Jung kauft Alt“: Günstige Kredite für Familien, die ein älteres Haus kaufen und energetisch sanieren. kurz notiert 6 Kurz notiert

Neue Förderung in Hannover Zuschüsse für Solarstrom Die Landeshauptstadt Hannover legt ein neues Förderprogramm für Photovoltaikanlagen auf großen Dachflächen im Stadtgebiet auf, um Solarpotenziale besser zu nutzen und die Klimaschutzziele zu erreichen. Gefördert werden Anlagen auf Nichtwohngebäuden, insbesondere aus Gewerbe und Industrie; Wohngebäude sind ausgeschlossen. Die Förderung wird als Zuschuss gewährt, gilt für die Jahre 2026 und 2027 und setzt eine Mindestleistung von 100 kWp voraus. Für konventionelle Module gibt es 100 Euro je kWp, für Leichtbau-Module 400 Euro je kWp, wobei strenge Vorgaben zum Maximalgewicht gelten. Die Förderung ist auf 70 Prozent der anrechenbaren Kosten begrenzt. Förderfähig sind nur neue, noch nicht beauftragte Anlagen auf Bestandsdächern. Ausgeschlossen sind Neubauten, PV-Anlagen unter Solarpflicht sowie der Ersatz bestehender Anlagen, da das Programm den Ausbau großer PV-Flächen im Sinne des Klimaschutzprogramms 2035 voranbringen soll. www.hannover-stadt.de Niedersachsen erweitert Online-Verfahren Digitale Bauanträge landesweit Niedersachsen treibt die Digitalisierung der Baugenehmigungsverfahren weiter voran. Zum Jahresende haben 100 Bauaufsichtsbehörden im Land ihre elektronische Antragssoftware vollständig bereitgestellt; drei weitere Kommunen folgen in Kürze. Damit können Genehmigungen landesweit schnell, komfortabel und vollständig online beantragt sowie erforderliche Mitteilungen digital übermittelt werden. Für eine unkomplizierte Orientierung hat das Land eine zentrale Online-Übersichtsseite veröffentlicht: Von dort gelangen Nutzer:innen mit wenigen Schritten direkt zu den digitalen Bauantragsdiensten ihrer zuständigen Kommune. Die Kommunen haben die Antragssoftware in ihre jeweiligen Internetauftritte eingebunden und mit ihren internen Verfahren verknüpft, sodass ein durchgängig digitaler Bearbeitungsprozess möglich ist. www.niedersachsen.de Landeshauptstadt Hannover Neues hanova-Unternehmen für städtische Hochbauprojekte Die Stadt Hannover hat die Gründung der hanova KOMMUNAL GmbH vorgeschlagen, die künftig städtische Hochbauprojekte wie große Schulsanierungen sowie Bau- und Sanierungsmaßnahmen für Obdachlosen- und Geflüchtetenunterkünfte übernehmen soll. Zudem soll das neue Unternehmen die laufende Bauunterhaltung der städtischen Unterkünfte verantworten. Der Ratsbeschluss wird in den kommenden Monaten erwartet, sodass die Gründung im Sommer erfolgen könnte. Oberbürgermeister Belit Onay betont, dass die stark gestiegene Aufgabendichte eine organisatorische Neuaufstellung notwendig mache, um Modernisierung, Sanierung und Erneuerung der Gebäudeinfrastruktur besser zu bewältigen. Die Finanzierung soll aus einem Bundes-Sondervermögen sowie aus erwarteten Landeszuschüssen erfolgen. Ergänzend plant die Landeshauptstadt ein umfangreiches Investitionspaket für ihre Gebäudeinfrastruktur. www.heimkehr-hannover.de Foto: AdobeStock/Sergej Wismann Foto: AdobeStock/Anna Mit der Gründung der hanova KOMMUNAL GmbH reagiert Hannover auf die steigende Zahl komplexer Bauaufgaben – von Schulsanierungen bis Unterkünften für Geflüchtete. Abb.: Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen frühjahr 2026 7

Abbildung: Freepik Abbildung: Freepik Diese Handwerker sucht Deutschland am meisten Von Stromausfall bis Wasserleck Deutsche suchen online massenhaft nach professioneller handwerklicher Hilfe. Ob tropfender Wasserhahn, Stromausfall oder reparaturbedürftiges Dach: Vieles lässt sich nicht allein lösen. Am häufigsten gesucht wird der Schlüsseldienst. Mit durchschnittlich 22.000 Suchanfragen pro Monat steht er an der Spitze. Dahinter folgen Elektriker mit 9.400 Suchanfragen und Klempner mit 8.700 Suchanfragen. Auf Platz 4 und 5 liegen Dachdecker und Maler. Die Nachfrage nach Handwerkern variiert stark zwischen den Bundesländern. Der Schlüsseldienst ist in Berlin am meisten gefragt. Für Zimmerer zeigt sich die höchste Nachfrage im Süden Deutschlands, wo der Holzbau traditionell eine große Rolle spielt. Klempner sind vor allem im Norden gefragt. In Bremen und Hamburg gehört dieser Beruf zu den am häufigsten gesuchten Handwerksberufen. www.kunststoffplattenonline.de Verbraucherzentrale erhält vermehrt Beschwerden Vorsicht vor Energieverträgen ohne Zustimmung Unerlaubte Anrufe, erfundene Kundendaten und Vertragsbestätigungen trotz klarer Ablehnung: In letzter Zeit häufen sich wieder Fälle untergeschobener Energieverträge. Die Verbraucherzentrale warnt daher vor aufdringlichen Anbietern. Mehrere Betroffene melden zudem, dass sie wiederholt von Vertretern angerufen wurden. Erfolgen solche Anrufe unangekündigt, können sie der Bundesnetzagentur gemeldet werden. Die Behörde geht gegen unerlaubte Telefonwerbung vor und kann Bußgelder verhängen. Energieverträge können ausschließlich in Schriftform abgeschlossen werden. Verbraucher.innen sollten ungebetenen Vertretern grundsätzlich keinen Zutritt zum eigenen Grundstück gewähren. Weigern sich die Personen trotz Aufforderung zu gehen, kann zur Unterstützung die Polizei gerufen werden. Bei Fragen hilft die Beratung der Verbraucherzentrale Niedersachsen: www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/beratung Warum die Prüfung der Wasserleitungen wichtig ist Expertentipp des VPB Seit dem 12. Januar 2026 darf in Deutschland kein Trinkwasser mehr aus Bleileitungen kommen. Dies dient der Gesundheit, denn das Schwermetall reichert sich im Körper an, kann Krebs erregen sowie sich negativ auf geistige Fähigkeiten und Fortpflanzung auswirken. Wer wissen möchte, ob sich noch Bleileitungen im eigenen Haus befinden, kann sichtbare Leitungen, etwa im Keller vor und hinter dem Wasserzähler, kontrollieren. Blei ist weicher als Kupfer oder Stahl. Es lässt sich mit einem Messer leicht einritzen oder abschaben und erscheint silbergrau. Auch eine fachgerechte Labormessung des Trinkwassers kann Aufschluss über die Bleibelastung geben. Solche Messungen sind jedoch kostenpflichtig. Unabhängige Bausachverständige können Klarheit schaffen, ob Handlungsbedarf besteht. Im hiesigen Bestand können sich lediglich in alten Häusern noch Bleileitungen befinden. www.enercity.de Online-Suchen zeigen: Der Schlüsseldienst ist bundesweit am gefragtesten. Bleileitungen sind seit 2026 tabu: Expert:innen raten zu Kontrollen der Hausinstallation, um Gesundheitsrisiken auszuschließen. Energieverträge können ausschließlich in Schriftform abgeschlossen werden! Abbildung: Freepik 8 Kurz notiert

FÖRDERPAKET MIT FINANZIELLER ABSICHERUNG FÜR VERMIETERINNEN UND VERMIETER Bei Vermietung von Wohnraum an Haushalte mit besonderen Zugangsschwierigkeiten wie wohnungslose oder von Wohnungs- losigkeit bedrohte Menschen:  zusätzlich bis zu 2,50 Euro/m² Wohnfläche und Monat  Zuschuss für Sanierungsmaßnahmen vor der ersten Vermietung: m² Wohnfläche x Laufzeit in Jahren x 7,50 Euro  bis zu 10.000 Euro Instandsetzungskosten bei Mieterwechsel Koordinierungsstelle Wohnraumversorgung wohnraumfoerderung@region-hannover.de Tel. 0511 – 616 2 49 05 www.hannover.de/wohnraumfoerderung © Robert Herhold-AdobeStock.com SOZIALEN WOHNRAUM SCHAFFEN IM WOHNUNGSBESTAND Juni/Juli 2023 31 Referenzfoto Foto: Traumhaus AG Vermieter*innen gesucht! Region bietet attraktives Förderpaket Anzeige Bezahlbaren Wohnraum für alle Einwohner:innen in der Region sichern – das ist das erklärte Ziel der Region Hannover. Aber es bleibt eine enorme Herausforderung angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt. Regionsweit sind viele Menschen auf der Suche nach geeignetem und bezahlbaren Wohnraum, insbesondere von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen und Männer haben ohne öffentliche Hilfe dabei selten Erfolg. Gleiches gilt für Alleinerziehende und Menschen mit physischen oder psychischen Beeinträchtigungen. Die Region fördert daher alle Vermieter:innen, die ihre Wohnung zur Verfügung stellen: Von diesem Förderpaket mit vielen finanziellen Vorteilen und vor allem langfristigen Sicherheiten profitieren beide Seiten – die Wohnungssuchenden ebenso wie die Vermieter:innen! Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziales, Teilhabe, Familie und Jugend der Region Hannover: „Wir laden alle Vermieter:innen herzlich dazu ein, sich mit der Region gemeinsam auf den Weg zu machen, dem Wohnungsmangel entgegen zu wirken und die Menschen dabei zu unterstützen, ein sicheres Zuhause zu finden. Wenn Sie dabei sein möchten, sprechen Sie uns gern jederzeit an. Die Region ist hier Ihre zuverlässige Ansprechpartnerin – ganz sicher!“ FÖRDERPAKET MIT FINANZIELLER ABSICHERUNG FÜR VERMIETERINNEN UND VERMIETER Bei Vermietung von Wohnraum an Haushalte mit besonderen Zugangsschwierigkeiten wie wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen:  zusätzlich bis zu 2,50 Euro/m² Wohnfläche und Monat  bis zu 10.000 Euro für Sanierungsmaßnahmen  bis zu 10.000 Euro Instandsetzungskosten bei Mieterwechsel Koordinierungsstelle Wohnraumversorgung wohnraumfoerderung@region-hannover.de Tel. 0511 – 616 2 49 05 www.hannover.de/wohnraumfoerderung © Robert Herhold-AdobeStock.com SOZIALEN WOHNRAUM SCHAFFEN IM WOHNUNGSBESTAND Viele stöhnen aktuell wegen der hohen Energiepreise. Je älter und schlechter gedämmt die Wohnung ist, desto höher liegen diese Kosten. Trotzdem und trotz der steigenden Zinsen, lässt sich der Wunsch nach erschwinglichem und nachhaltigem Wohnraum auch heute noch erfüllen: Pünktlich zum 30 jährigen Jubiläum der Traumhaus AG projektiert das Unternehmen mehrere Projekte in Niedersachsen und Bremen. Die Massivhäuser der Traumhaus AG im EffizienzhausStandard Stufe 40 vereinen energieeffizientes Wohnen zu bezahlbaren Preisen und sind nicht nur für junge Familien ideal geeignet. Dank des durchdachten Zusammenspiels der Komponenten ist der Energiebedarf des Traumhauses oft geringer als erwartet. Das Ergebnis: Die monatlichen Nebenkosten reduzieren sich nachhaltig dank der guten Dämmung, der Isolierverglasung, Rollläden sowie der ausgeklügelten dezentralen Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung. Zudem trägt die Photovoltaikanlage auf dem Dach zur Entlastung der Eigentümer:innen bei, denn der selbst erzeugte Strom unterstützt die Versorgung des Hauses. „Wir realisieren unsere Häuser in serieller Bauweise. Das heißt, sie sehen von außen gleich aus, aber die Kund:innen können die Innenausstattung nach eigenen Wünschen individualisieren“, sagt Antje Engel von der Traumhaus Familie. „Durch die serielle Bauweise ist es möglich, hochwertige Objekte zu erschwinglichen Preisen anzubieten.“ Das Ziel des Unternehmens ist die Schaffung von bezahlbaren, zukunftsfähigen Eigenheimen unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Gesichtspunkte. Daher wird das neue Generation E Haus mit innovativem Energiekonzept inklusive Photovoltaikanlage plus Infrarotheizkörpern zum Standard und die Förderfähigkeit als Effizienzhaus Stufe 40 erreicht. INFORMATIONEN Traumhaus AG Antje Engel Mobil +49 (0) 175/7424202 a.engel@traumhaus familie.de www.traumhaus-familie.de Erschwinglicher Wohnraum Zukunftswohnen Foto: Enercity Stromversorgung aller Einrichtungen von ARD und ZDF Enercity erhält Großauftrag Die Enercity AG erhielt erneut den Zuschlag zur Stromversorgung aller öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland (ARD, ZDF, Deutschlandradio) bis 2029. Darunter befinden sich u.a. das ZDF-Sendezentrum am Lerchenberg in Mainz sowie alle Rundfunk- und Fernsehstudios der ARD. Insgesamt werden rund 500 Standorte mit Strom von Enercity versorgt. Bereits seit 2022 ist das Unternehmen Energielieferant für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland. Der Zuschlag sei ein Signal für die Wettbewerbsfähigkeit und die hohe Servicequalität, heißt es vom Energieversorger. Die insgesamt 270 Gigawattstunden Strom, die Enercity im Rahmen der neuen Verträge jährlich liefert, entsprechen einem Jahresbedarf von etwa 108.000 durchschnittlichen Haushalten in Deutschland (bei 2.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch). www.enercity.de Trotz Aufwärtstrend keine Entlastung Mehr Wohnungen genehmigt Die Zahl der Wohnungsbaugenehmigungen ist 2025 erneut gestiegen: Im November wurden 20.100 Wohnungen bewilligt, 12,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Von Januar bis November summierten sich die Genehmigungen auf 215.500 Einheiten und lagen damit über dem niedrigen Niveau von 2024. Besonders deutlich wuchs der Bereich der Einfamilienhäuser, während der Zuwachs bei Mehrfamilienhäusern mit 13,5 Prozent ebenfalls spürbar ausfiel. Expert:innen weisen jedoch darauf hin, dass höhere Genehmigungszahlen die Baukrise nicht kurzfristig entschärfen und vor 2027 kaum Effekte aus dem Bauturbo-Gesetz zu erwarten sind. Verbände fordern verlässliche Förderbedingungen, strukturelle Reformen und steuerliche Anreize, um die Neubautätigkeit tatsächlich anzukurbeln. Trotz des leichten Aufwärtstrends bleibt der Genehmigungsstand weit unter früheren Werten und reicht nicht aus, um den erheblichen Wohnungsbedarf zu decken. www.destatis.de Enercity beliefert ARD und ZDF mit Strom. Mit mehr Genehmigungen Ende 2025 zeigt der Wohnungsbau leichte Bewegung, von Trendwende ist aber keine Rede. Foto: Freepik Juni/Juli 2023 31 Referenzfoto Foto: Traumhaus AG Vermieter*innen gesucht! Region bietet attraktives Förderpaket Anzeige Bezahlbaren Wohnraum für alle Einwohner:innen in der Region sichern – das ist das erklärte Ziel der Region Hannover. Aber es bleibt eine enorme Herausforderung angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt. Regionsweit sind viele Menschen auf der Suche nach geeignetem und bezahlbaren Wohnraum, insbesondere von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen und Männer haben ohne öffentliche Hilfe dabei selten Erfolg. Gleiches gilt für Alleinerziehende und Menschen mit physischen oder psychischen Beeinträchtigungen. Die Region fördert daher alle Vermieter:innen, die ihre Wohnung zur Verfügung stellen: Von diesem Förderpaket mit vielen finanziellen Vorteilen und vor allem langfristigen Sicherheiten profitieren beide Seiten – die Wohnungssuchenden ebenso wie die Vermieter:innen! Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziales, Teilhabe, Familie und Jugend der Region Hannover: „Wir laden alle Vermieter:innen herzlich dazu ein, sich mit der Region gemeinsam auf den Weg zu machen, dem Wohnungsmangel entgegen zu wirken und die Menschen dabei zu unterstützen, ein sicheres Zuhause zu finden. Wenn Sie dabei sein möchten, sprechen Sie uns gern jederzeit an. Die Region ist hier Ihre zuverlässige Ansprechpartnerin – ganz sicher!“ FÖRDERPAKET MIT FINANZIELLER ABSICHERUNG FÜR VERMIETERINNEN UND VERMIETER Bei Vermietung von Wohnraum an Haushalte mit besonderen Zugangsschwierigkeiten wie wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen:  zusätzlich bis zu 2,50 Euro/m² Wohnfläche und Monat  bis zu 10.000 Euro für Sanierungsmaßnahmen  bis zu 10.000 Euro Instandsetzungskosten bei Mieterwechsel Koordinierungsstelle Wohnraumversorgung wohnraumfoerderung@region-hannover.de Tel. 0511 – 616 2 49 05 www.hannover.de/wohnraumfoerderung © Robert Herhold-AdobeStock.com SOZIALEN WOHNRAUM SCHAFFEN IM WOHNUNGSBESTAND iele stöhnen aktuell wegen der hohen Energiepreise. Je älter und schlechter gedämmt die Wohnung ist, desto höher liegen diese Kosten. Trotzdem und trotz der steigenden Zinsen, lässt sich der Wunsch nach erschwinglichem und nachhaltigem Wohnraum auch heute noch erfüllen: Pünktlich zum 30 jährigen Jubiläum der Traumhaus AG projektiert das Unternehmen mehrere Projekte in Niedersachsen und Bremen. Die Massivhäuser der Traumhaus AG im EffizienzhausStandard Stufe 40 vereinen energieeffizientes Wohnen zu bezahlbaren Preisen und sind nicht nur für junge Familien ideal geeignet. Dank des durchdachten Zusammenspiels der Komponenten ist der Energiebedarf des Traumhauses oft geringer als erwartet. Das Ergebnis: Die monatlichen Nebenkosten reduzieren sich nachhaltig dank der guten Dämmung, der Isolierverglasung, Rollläden sowie der ausgeklügelten dezentralen Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung. Zudem trägt die Photovoltaikanlage auf dem Dach zur Entlastung der Eigentümer:innen bei, denn der selbst erzeugte Strom unterstützt die Versorgung des Hauses. „Wir realisieren unsere Häuser in serieller Bauweise. Das heißt, sie sehen von außen gleich aus, aber die Kund:innen können die Innenausstattung nach eigenen Wünschen individualisieren“, sagt Antje Engel von der Traumhaus Familie. „Durch die serielle Bauweise ist es möglich, hochwertige Objekte zu erschwinglichen Preisen anzubieten.“ Das Ziel des Unternehmens ist die Schaffung von bezahlbaren, zukunftsfähigen Eigenheimen unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Gesichtspunkte. Daher wird das neue Generation E Haus mit innovativem Energiekonzept inklusive Photovoltaikanlage plus Infrarotheizkörpern zum Standard und die Förderfähigkeit als Effizienzhaus Stufe 40 erreicht. INFORMATIONEN Traumhaus AG Antje Engel Mobil +49 (0) 175/7424202 a.engel@traumhaus familie.de www.traumhaus-familie.de Erschwinglicher Wohnraum Zukunftswohnen

Der Kommentar KRISE IM WOHNUNGSBAU Wir brauchen jetzt einen Neustart, keinen Stillstand! Die Zahlen sind mehr als nur eine Statistik, sie sind ein Alarmsignal für den sozialen Frieden in unserem Land: Bundesweit fehlen 1,4 Millionen Wohnungen. Eine ganze Großstadt wie Köln, für die es keinen Platz gibt. Diese schockierende Zahl des Pestel-Instituts zeigt das Ausmaß einer Krise, die längst in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen ist – sie trifft Studierende, die 53 Prozent ihres Budgets allein fürs Wohnen aufbringen müssen, junge Familien, aber auch immer mehr Senioren, die sich ihre angestammte Wohnung im Alter nicht mehr leisten können. Rückgang um 21 Prozent Auch in Niedersachsen und Bremen ist die Lage dramatisch. In Niedersachsen wurden 2024 nur noch rund 22.500 Wohnungen fertiggestellt – ein Rückgang um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zudem gingen die Baugenehmigungen im ersten Halbjahr 2025 um weitere neun Prozent zurück. In Bremen sieht es kaum besser aus: 1.354 fertiggestellte Wohnungen stehen einem Bauüberhang von 4.600 genehmigten, aber nicht realisierten Wohneinheiten gegenüber. Zwar gibt es erste positive Signale – in Bremen stiegen die Baugenehmigungen 2024 um 54 Prozent, bundesweit wurden im November 12,5 Prozent mehr Wohnungen genehmigt als im Vorjahr. Doch das darf nicht über die bittere Realität hinwegtäuschen: Wir bauen bei Weitem nicht genug. Die Mitgliedsunternehmen unseres Verbandes wollen und können bauen. Sie haben die Expertise, die Erfahrung und die Bereitschaft. Doch sie werden erstickt von einer Flut aus Bürokratie, explodierenden Kosten und einem Dschungel aus Vorschriften, die das Bauen unnötig teuer machen. Wir halten an einem Luxusstandard fest, der für die breite Masse unbezahlbar ist. Es geht um Dinge wie die Dicke von Decken, die Anzahl von Steckdosen oder die Frage, ob jedes Gebäude eine Tiefgarage braucht. Das klingt banal, kostet in der Summe aber Milliarden und verhindert bezahlbares Wohnen. Die Politik hat mit dem „BauTurbo" und dem „Gebäudetyp E" zwar Instrumente auf den Weg gebracht, die in die richtige Richtung zielen. Doch sie drohen zu verpuffen. Der „Bau-Turbo" kann nur zünden, wenn die Kommunen vor Ort mitziehen und endlich mutig Bauland ausweisen. Und der „Gebäudetyp E", gedacht als Befreiungsschlag für einfacheres Bauen, verkommt in der aktuellen Diskussion zu einem neuen Bürokratiemonster. Unsere Branche ist sich einig: Wir brauchen keinen komplizierten Sondervertrag, sondern einen neuen, pragmatischen Mindeststandard, der zur Regel wird. Zeigen, was möglich ist Beispiele wie der „Bremer Weg" oder der „Hildesheimer Weg" zeigen, was möglich ist, wenn Wirtschaft und Politik an einem Strang ziehen. Unsere Mitgliedsunternehmen haben die Expertise und den Willen. Was sie jetzt brauchen, ist politischer Mut. Mut, 30 Prozent der Bauvorschriften ersatzlos zu streichen. Mut, von unseren niederländischen Nachbarn zu lernen, wo Genehmigungen in acht Wochen erteilt werden. Die Zeit der Ausreden ist vorbei. Wir brauchen jetzt einen echten Neustart für den Wohnungsbau – für die Menschen, für die Wirtschaft und für die Zukunft unserer Region. Insgesamt zeigt der Koalitionsvertrag im Bereich Bauen und Wohnen viele geplante Maßnahmen und Richtungsänderungen. Der Erfolg dieser Vorhaben hängt maßgeblich von ihrer konkreten Ausgestaltung in den kommenden Monaten ab. Es bleibt spannend! INFORMATION BFW Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Niedersachsen/Bremen e.V. Hohenzollernstraße 26 30161 Hannover Tel. 0511 / 38 88 54 86 info@bfw-nb.de www.bfw-nb.de David Jacob Huber Geschäftsführer BFW Landesverband Niedersachsen/Bremen Foto: David Huber 10 Wohnen

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Die Wohnungswirtschaft steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Klimaziele, steigende Baukosten und ein stagnierender Neubau belasten viele Unternehmen. BWI sprach mit Dr. Susanne Schmitt, Verbandsdirektorin des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen Bremen (vdw), über die Transformation der Wohnungswirtschaft, aktuelle politische Prozesse und die Frage, wie genossenschaftliches Wohnen bezahlbar bleiben kann. Frau Dr. Schmitt, wie würden Sie die zentralen Aufgaben des vdw beschreiben? Der vdw ist seit jeher der gesetzliche Prüfverband für Wohnungsbaugenossenschaften und untersteht dabei der Aufsicht des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums. Darüber hinaus sind wir aber auch die Interessenvertretung für insgesamt 180 sozial orientierte Wohnungsunternehmen in beiden Bundesländern - neben den traditionsreichen Genossenschaften gehören mittlerweile auch viele kommunale sowie einige private und kirchliche Wohnungsgesellschaften zu unseren Mitgliedern. Den sehr unterschiedlichen Ansprüchen der Wohnungsunternehmen entsprechend ist unser Leistungskatalog heute sehr ausdifferenziert. Was für Leistungen sind das konkret? Die vdw-Mitgliedsunternehmen stellen guten und bezahlbaren Wohnraum bereit. Ihre „DNA“ besteht darin, Wohnungen mit einem soliden baulichen Standard, kombiniert mit einem intakten Wohnumfeld, anzubieten. Der vdw unterstützt sie dabei durch Beratung in technischen, juristischen und wirtschaftlichen Fragen sowie hinsichtlich guter Quartiersarbeit. Viele vdw-Mitgliedsunternehmen arbeiten mit Sozialarbeiter:innen, Quartiersmanager:innen oder Initiativen zusammen. Diese Aktivitäten reichen weit über die unmittelbare Wohnumgebung hinaus: Sie stärken Nachbarschaften, stabilisieren soziale Strukturen und fördern ein gutes Miteinander. Wir haben eine Rechtsabteilung und arbeiten mit spezialisierten Partnerkanzleien, an die sich unsere Mitglieder wenden können. Wir nehmen Stellung zu Gesetzesentwürfen, formulieren Forderungen und bringen uns aktiv in politische Diskussionen ein. Darüber hinaus entwickelt unser Verband bauliche Standards und Leitlinien für den Wohnungsbau mit. Eine wichtige Aufgabe ist zudem die Beförderung des Austauschs zwischen den Vorständinnen und Vorständen unserer Mitgliedsunternehmen, aber auch zwischen den Mitarbeitenden der verschiedenen Unternehmensbereichen. Wir bieten Schulungen, Seminare und Fachtagungen . Das Prinzip „Voneinander lernen“ bietet unschätzbaren Wert für die Unternehmenspraxis. Was leistet Ihr Verband auf der politischen Ebene? Und was hat es mit dem „Niedersächsischen Weg“ auf sich? Zwischen Klimazielen und Bezahlbarkeit Herausforderungen für die Wohnungswirtschaft: Wie der vdw technische, wirtschaftliche und politische Weichen stellt Dr. Susanne Schmitt ist Juristin und Verbandsdirektorin des Verbandes der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen Bremen (vdw); hier im Gespräch mit BWI-Chefredakteurin Regine Krüger. 12 Wohnen

Der vdw bringt sich regelmäßig in aktuelle wohnungspolitische Prozesse ein und arbeitet an praktikablen Lösungswegen für den Wohnungsbau. Dazu gehört auch unsere Beteiligung am „Bündnis für bezahlbares Wohnen“, das maßgeblich auf unser Betreiben hin gegründet wurde: Aktuell entwickeln wir gemeinsam mit kommunalen Spitzenverbänden, Architekten, Bauindustrie, dem Sozialverband Deutschland, BFW, VWE und vielen weiteren Akteuren den „Niedersächsischen Weg“, der die Vorgaben für Neubauten erheblich vereinfachen soll. Mit den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden. Im Sommer wird die Niedersächsische Bauordnung novelliert, und viele unserer Vorschläge werden sich darin wiederfinden. Vor welchen Herausforderungen stehen Ihre Mitglieder aktuell? Rund 85 Prozent der Wohnungsbestände der Mitgliedsunternehmen stammen aus der Zeit vor 1990. Diese Gebäude prägen die Städte und Stadteile bis heute. Ein erheblicher Teil der Bestände muss energetisch modernisiert werden, um die Vorgaben der Klimapolitik zu erfüllen. Vieles wurde bereits verbessert, etwa an der Gebäudehülle oder durch Erneuerung technischer Anlagen. Doch der nächste Schritt ist anspruchsvoll: Es geht um CO2neutrales Wohnen, zugleich aber auch um möglichst niedrige Mieten. Zwischen Klimaschutz und Bezahlbarkeit entsteht damit ein Spagat, der die Wohnungswirtschaft in den kommenden Jahren intensiv beschäftigen wird. Welche Auswirkungen hat der Rückgang im Neubau für Ihre Mitglieder und deren Bestand? Ein großer Teil unserer Mitglieder würde mehr bauen, aber die Rahmenbedingungen sind seit Jahren schlecht. Die Jahre, in denen die Neubauinvestitionen in unserem Verband die Aufwendungen für Modernisierung und Instandhaltung übertroffen haben, sind vorbei. Längst liegt das Hauptaugenmerk auf der Ertüchtigung der Wohnungsbestände, nicht nur mit dem Blick auf den energetischen Zustand. Vielmehr geht es auch um generationengerechtes Wohnen ohne Barrieren, um neue Wohnformen – und generell um gutes und bezahlbares Wohnen. Welche Faktoren haben aus Ihrer Sicht zum Rückgang geführt? Hohe Baukosten, komplexe Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie Der Gebäudetyp E ist ein Planungsansatz, der das Bauen einfacher und kostengünstiger machen soll. Das E steht für „einfach“. Kernidee ist, auf Standards zu verzichten, die gesetzlich nicht vorgeschrieben sind, um Baukosten zu reduzieren und Verfahren zu beschleunigen. Planende und Baufamilien dürfen dabei von den anerkannten Regeln der Technik abweichen, solange Sicherheit und Wohnqualität gewährleistet bleiben. Dadurch entsteht mehr Freiheit bei Materialwahl, Technik, Grundrissen und Ausstattung. Typisch für den Gebäudetyp ist der Verzicht auf teure Komfortstandards, etwa auf aufwändige Lüftungstechnik, wenn Fensterlüftung ausreicht. Auch kompaktere Grundrisse oder reduzierte Schallschutzvorgaben können zulässig sein. Neu ist, dass solche Abweichungen rechtssicher vereinbart werden können, ohne automatisch als Baumangel zu gelten. Das erleichtert eine schnellere und günstigere Planung. Ein Bundesgesetz ist zwar noch nicht abgeschlossen, doch Länder wie Niedersachsen haben ihr Bauordnungsrecht bereits angepasst. Für Wohnungsbaugenossenschaften ist der Ansatz attraktiv, weil er ein wirtschaftlicheres und weniger Technik-lastiges Bauen ermöglicht. Was genau ist der Gebäudetyp E? Alle Fotos: Redaktion Seit Mai 2019 leitet sie den Verband, dem rund 180 Mitgliedsunternehmen angehören. frühjahr 2026 13

fehlende Grundstücke spielen eine wesentliche Rolle. Hinzu kommen die Anforderungen des Klimaschutzes und ein Fachkräftemangel, insbesondere bei Dienstleistern. Deshalb sind für die Branche verlässliche Rahmenbedingungen elementar wichtig, etwa eine rechtliche Absicherung des Gebäudetyps E im Bau- und Energierecht, um langfristige Planungssicherheit zu gewährleisten. Was bedeutt der neue Gebäudetyp E in der Praxis – insbesondere für Wohnungsbaugenossenschaften? Der Gebäudetyp E eröffnet für die soziale Wohnungswirtschaft mehrere praktische Vorteile. Er kann die Baukosten reduzieren und zugleich die Planungsprozesse vereinfachen. Zudem erleichtert er serielles und modulares Bauen, weil weniger komplexe Vorgaben gelten und robuste, klar definierte Standards möglich sind – ohne technisch überladene Lösungen. Im Kern geht es darum, kostengünstiger und pragmatischer zu bauen. Viele Bauweisen sind heute übermäßig teuer; gleichzeitig gibt es einfachere Lösungen, die keine Qualitätseinbußen bedeuten. So wird etwa hinterfragt, ob aufwändige Lüftungsanlagen in jedem Fall nötig sind – oder ob nicht doch der bewährte Fensterfalz ausreicht. Die Tendenz geht zum Gebäudetyp E: weniger Technik, mehr robuste Standards. Ein guter, langlebiger Ausführungsstandard reicht vielfach aus. Damit soll insbesondere der soziale Wohnungsbau wirtschaftlicher werden. Wie gelingt es, den CO₂-Ausstoß der zum Teil recht alten Gebäude maßgeblich zu reduzieren? Ein wichtiger Baustein sind dezentrale Wärmenetze und eine kommunal organisierte Wärmeplanung. Die Ausrichtung auf den neuen Weg der CO2-Reduktion findet sich auch im Koalitionsvertrag der Bundesregierung wieder. In vielen Städten – darunter Hannover – wird die Fernwärme derzeit ausgebaut. Wohnungswirtschaft und Stadtwerke kooperieren beim Aufbau neuer Wärmenetze; teilweise entstehen auch Lösungen im kleineren Maßstab. Ein Beispiel ist ein von der Wohnungsbaugenossenschaft betriebenes Wärmenetz in Gifhorn. Zudem können sich mehrere Akteure vor Ort zu Versorgungsgemeinschaften zusammenschließen, um lokal Strom zu erzeugen und gemeinschaftlich zu nutzen. Diese Modelle stärken die Unabhängigkeit vom großen Energiemarkt und sichern langfristig stabile Preise für alle Anwohnenden. Eine große Herausforderung ist die Stärkung der Klimaresilienz. Das betrifft insbesondere die Freiraumgestaltung der Wohnanlagen, die Aufenthaltsqualität, Rückzugsmöglichkeiten und Begegnungsräume verbessern soll. Ebenso wichtig sind ein durchdachtes Regenwassermanagement sowie der Schutz der Gebäude und somit der Bewohner gegen zu große Hitze. Welche Rolle spielt die Digitalisierung in der Wohnungswirtschaft? Eine erhebliche, denn sie unterstützt interne Abläufe, die Mieterkommunikation sowie das technische Gebäudemanagement. Methoden wie BIM oder KI-gestützte Tools können helfen, Instandhaltungsbedarfe zu erkennen, Verbräuche zu optimieren und klimabezogene Maßnahmen effizienter zu planen. Die Digitalisierung unterstützt damit nicht nur die Verwaltung, sondern ist auch eine wichtige Voraussetzung für Klimaschutz, Ressourceneffizienz und eine vorausschauende Instandhaltung. Im vdw beschäftigt sich ein Fachausschuss mit der Frage, wie sich diese Instrumente sinnvoll einsetzen lassen. Das ist eines unserer wichtigsten Themen auf der diesjährigen Real Estate Arena. Welche Schwerpunkte setzt Ihr Verband auf der diesjährigen Messe? Der vdw ist gemeinsam mit dem Bundesverband deutscher Wohnungsunternehmen (GdW) erneut als Partner beteiligt. Wir bieten auf der Messe ein eigenes Bühnenprogramm mit vielen interessanten Gesprächspartnern an. Wir wollen konkrete Beispiele zeigen, wie die Digitalisierung in der Wohnungswirtschaft Nutzen stiftet – von smarter Instandhaltung über digitale Zwillinge (BIM) bis hin zu innovativen Kommunikationsformen im Quartier. Ein großer Teil der vdw-Mitglieder würde mehr bauen, aber die Rahmenbedingungen seien seit Jahren schlecht, sagt Verbandsdirektorin Schmitt. 14 Wohnen

Seit vielen Jahren ist der vdw in Kooperation mit dem Land Niedersachsen und der NBank an der Erstellung des Wohnungsmarktberichts beteiligt. Im Dezember wurde die aktuelle Auflage veröffentlicht, ein wichtiges Instrument, um die baulichen und sozialen Aktivitäten richtig zu justieren. Die wichtigsten Befunde:  Bis 2045 wird ein Überhang an Einfamilienhäusern erwartet.  Der Bedarf an Mehrfamilienhäusern steigt, besonders in Ballungsräumen – allerdings regional unterschiedlich stark.  Die Landeswohnraumförderung in Niedersachsen setzt inzwischen verstärkt auf Basic-Standards, ein Ansatz, der bereits in Schleswig-Holstein erfolgreich praktiziert wird. Neu ist zudem die Gründung der landeseigenen Wohnraum Niedersachsen GmbH. Sie steht im engen Austausch mit den Mitgliedsunternehmen und soll schubladenfertige Projekte der Genossenschaften auf den Weg bringen – insbesondere Vorhaben, die bislang aus wirtschaftlichen oder regulatorischen Gründen nicht realisiert wurden. Wohnungsmarktbericht 2025: Verschiebungen im Bedarf Eine Kampagne von: KEIN RAUM FÜR HÄUSLICHE GEWALT Polizei 110 gegen-häusliche-gewalt.de Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ Anonym . Kostenfrei 24/7 erreichbar . Mehrsprachig 116 016 Bundesweite Erstberatung: Die Veranstaltung hat inzwischen auch eine deutliche politische Ausrichtung erlangt: In Panels, Foren und Gesprächsrunden diskutieren Fachleute zentrale Fragen des Wohnungsbaus, der Regulierung und der Energieversorgung. Eine Frage noch zum Schluss: Der vdw hat kürzlich die Kampagne „Kein Raum für häusliche Gewalt“ initiiert. Was steckt hinter dieser Initiative und welches Ziel verfolgen Sie damit? Die Kampagne geht auf den Wunsch einiger Mitgliedsunternehmen zurück, die sich bereits seit Langem für das Thema engagieren – etwa beim internationalen „Orange Day“. Ziel unserer Kampagne ist es, in den Quartieren Haltung zu zeigen, Nachbarschaften zu sensibilisieren und deutlich zu machen, dass häusliche Gewalt kein privates, sondern ein gesellschaftliches Thema ist. Weitere Verbände haben bereits Interesse signalisiert, sodass die Kampagne überregional anschlussfähig wird. Sie soll Impulse für Prävention und Aufklärung im Wohnumfeld geben und so die Handlungssicherheit im Quartier stärken. rk INFORMATION www.vdw-online.de

E in Einfamilienhaus aus den 1930erJahren, ein großzügiges Grundstück – und der Wunsch nach mehr Raum, Licht und Verbindung zum Garten. Für Bauherrin Meike Lingies war klar, dass der bestehende Wintergarten keine Zukunft hatte. Gemeinsam mit Martin A. Müller von mm architekten entstand ein moderner, gerundeter Anbau, der Alt und Neu selbstverständlich verbindet. Im Gespräch berichten Bauherrin, Architekt und Metallbauer über Entwurf, Umsetzung und die Bedeutung von Präzision und Kostensicherheit. Meike Lingies: Wir sind sehr altbauaffin und haben gezielt nach einer Immobilie gesucht, die Entwicklungspotenzial hat. Das Haus aus den 1930er Jahren war komplett sanierungsbedürftig – genau das hat uns gereizt. Der alte, zweigeschossige Wintergarten hatte seine Funktion erfüllt, fühlte sich aber nie wie ein echter Teil des Hauses an. Uns war klar: Er muss weichen. Martin A. Müller: Bei Häusern mit Geschichte geht es nicht darum, etwas einfach anzusetzen. Uns interessierte die Frage: Wie kann ein neuer Raum entstehen, der den Bestand respektiert und gleichzeitig eine eigene Haltung zeigt? Die Rundung war dafür ein zentrales Element. Sie nimmt dem Baukörper die Strenge und öffnet ihn zum Garten. Meike Lingies: Am Anfang hatten wir ganz andere Bilder im Kopf – eher einen klaren Kubus. Als wir dann die ersten Skizzen gesehen haben, waren wir erst überrascht. Und dann hat es Klick gemacht. Heute können wir uns diesen Raum nicht mehr anders vorstellen. Der neue Anbau dient heute als Esszimmer und bildet den Mittelpunkt des Hauses. Durch die gebogene Glasfassade öffnet sich der Raum zum Garten, das auskragende Sichtbetondach schafft Schutz und eine klare Rahmung. Meike Lingies: Wenn wir morgens am Tisch sitzen und die Sonne langsam durch den Raum wandert, merkt man erst, wie sehr Architektur den Alltag beeinflusst. Man ist permanent mit dem Außenraum verbunden – das ist ein ganz besonderes Gefühl. Die Umsetzung der runden Glasfassade stellte hohe Anforderungen an Planung und Ausführung. Früh war klar, dass dafür ein erfahrener Partner notwendig ist. Martin A. Müller: Gerade bei einer solchen Geometrie geht es nicht nur um Gestaltung, sondern um Präzision, Machbarkeit und Kostensicherheit. Bei Umbauten ist das besonders wichtig. Deshalb haben wir früh Metallbau Burckhardt eingebunden. Rund gedacht Neuer Mittelpunkt für 1930er-Jahre-Haus 16 Wohnen

Gemeinsames Gespräch im Büro von mm architekten (v.l.n.r.): Alexander Proft, Vertriebsleiter Burckhardt Metall- und Glasbau, www.burckhardt-gruppe.com; Meike Lingies, Bauherrin und Immobilienmaklerin, www.lingies-immobilien.de; Martin A. Müller, Dipl.-Ing. Architekt (BDA), mm architekten, www.mm-architekten.de Alexander Proft: Für uns beginnt ein Projekt immer mit der Frage: Ist das Geplante technisch umsetzbar? Wir prüfen Geometrien und Radien digital sehr genau, bevor überhaupt ein Angebot entsteht. Erst wenn klar ist, was machbar ist, gehen wir den nächsten Schritt. Die Glasfassade wurde millimetergenau geplant, gefertigt und montiert – inklusive anspruchsvoller Logistik und spezieller Montagetechnik. Martin A. Müller: Was man am Ende sieht, ist Leichtigkeit. Was dahintersteckt, ist Präzisionsarbeit. Gerade bei der Einbindung in den Beton sind die Toleranzen minimal. Wenn das gelingt, strahlt das Gebäude eine Selbstverständlichkeit aus. Alexander Proft: Gerade bei Projekten mit einem höheren Kostenrahmen ist Verlässlichkeit entscheidend. Wenn wir ein Angebot abgeben, halten wir es auch ein. Das schafft Vertrauen – für Architekten und Bauherren gleichermaßen. Für die Bauherrin zahlt sich dieser Weg heute aus – nicht nur funktional, sondern auch emotional. Meike Lingies: Der Anbau fühlt sich nicht wie ein Zusatz an. Er ist einfach Teil des Hauses geworden. Und genau das war unser Ziel. Burckhardt Metall- und Glasbau GmbH · Tischlerstraße 24 · 30916 Isernhagen/OT Kirchhorst Tel.05136.801180-22 · Fax05136.801180-99 · a.proft@burckhardt-gruppe.com · www.bauelemente-exklusiv.com Erleben Sie das Besondere. Exklusive Bauelemente von BURCKHARDT. Das Zusammenspiel von exklusiven Bauelementen und einzigartiger Architektur lässt niemanden unberührt. Dafür geben wir bei BURCKHARDT unser Bestes und entwickeln mit Ihnen Lösungen, die einzigartig sind! > Rahmenlose Schiebefenster > Aluminium Fenster und Türen > Glasfassade > Glasgeländer > Beschattung Runde Glasfassade by BURCKHARDT

J ens J. Wischmann ist Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e. V. (VDS) und damit ein ausgewiesener Fachmann rund ums Badezimmer. BWI sprach mit ihm über Funktionalität, Nachhaltigkeit und Trends für das aktuelle Jahr. Welche Entwicklungen sehen Sie für Badezimmer in Deutschland im Jahr 2026? Wer heute ein 15 bis 20 Jahre altes Badezimmer saniert, profitiert von zahlreichen Entwicklungen: Das Badezimmer wird schöner, smarter und nachhaltiger. Eine eigene, naturverbundene Wellness-Oase, ein repräsentatives Private Spa oder einfach ein Rückzugsort mit Wasseranschluss. Bäder werden heute wie ein Maßanzug für den Menschen angefertigt. Eine gute Badplanung fängt daher immer beim individuellen Bedarf an. Mittelfristig dürfte der Fokus bei der Badgestaltung vom „Designerbad“ wieder mehr zu funktionalen Eigenschaften gehen. Im Vordergrund steht das ressourcensparende, energetische Gesamtkonzept des Hauses. Welche Wünsche und Anforderungen haben private Haushalte heute an ein modernes Bad – und wie unterscheiden sie sich von früher? Wir haben zusammen mit dem Marktforschungsinstitut Forsa genau diese Frage über 3.000 Badbesitzenden gestellt. Das Wunschbad der Deutschen ist vor allem eins: komfortabel. Was die häufigsten Wünsche der Befragten für ihr Traumbad eint, ist Komfort in Form von Wärme (Fußbodenheizung: 47 %), komfortabler Dusche (Walk-In-Dusche: 45 %) und einer neuen, modernen Sanitärausstattung (43 %). Mit etwas Abstand folgen eine schöne Gestaltung der Fußböden und Wände (33 %) sowie ein ausreichendes Angebot an Raum (28 %) und Stauraum (24 %). Im Vergleich zu älteren Umfragen kann man die Entwicklung des Badezimmers vom rein technischen Funktionsraum hin zum Lifestyle-orientierten Badezimmer ablesen. Ein modernisiertes Badezimmer soll eine bessere Aufenthaltsqualität besitzen – eben weil es nicht mehr nur der Hygiene und dem körperlichen Wohlbefinden dient, sondern in einem ganzheitlichen Sinne genutzt wird: als Rückzugsort. Was wünschen sich die Menschen in Bezug auf die Funktionalität? Dass ihnen der Komfort auch im Alter oder bei gesundheitlicher Einschränkung sicher ist. Immer mehr Menschen berücksichtigen bei der Badgestaltung den Faktor Selbstständigkeit im Alter. Welche Farb- und Materialtrends dominieren 2026 aus Sicht Ihres Verbands? Gestalterisch gibt es auch im Badezimmer so gut wie keine Einschränkungen mehr. Das gilt für Design, Material und Farbe genauso wie für das Raumkonzept oder den Einsatz von Licht. Eine Besonderheit allerdings bleibt: Im Interior Design fängt alles mit dem Waschtisch an. In einem modernen Bad stellt er den Ausgangspunkt für Ausstattung und Möblierung dar. Was hat die Badgestaltung mit dem Rest des Wohnraums zu tun? Eine neuere Entwicklung ist die Einbeziehung des Badezimmers in das ganzheitliche Interior Design der Wohnung. Wer bei der Einrichtung gerne mit der Zeit geht, kann dem Baddesign mit der Wandgestaltung am leichtesten einen neuen „Anstrich“ geben, wenn man statt vollflächig gefliester Wände zumindest partiell mit Farbe oder TapeWas kommt, was … Badezimmertrends 2026 bleibt? Foto: Privat Foto: Villoroy & Boch 18 Wohnen

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